Teil 2: Die unsichtbare Leine – Tiefen der Mensch-Hund-Beziehung

In der Antike waren Hunde in verschiedenen Kulturen für den Schutz von besonderer Bedeutung. Hier sind einige Beispiele von Hunderassen, die in der Antike speziell für Schutzzwecke gezüchtet wurden:

Molosser: Eine der bekanntesten antiken Schutzhundrassen war der Molosser, benannt nach der antiken Region Molossia in Epirus (heutiges Albanien und Griechenland). Diese Hunde waren groß, kräftig und wurden speziell für den Schutz von Viehherden und Wohnstätten gezüchtet. Die Rasse entwickelte sich im Laufe der Zeit weiter und wurde von verschiedenen Kulturen, einschließlich der Römer, als Wach- und Schutzhund geschätzt. Historische Aufzeichnungen und Artefakte, wie Statuen und Mosaiken, zeugen von der Präsenz von Molossern in der Antike.

Molosser waren für ihre beeindruckende Größe und Kraft bekannt. Sie hatten kräftige Körper, einen massiven Kopf und einen ausgeprägten Schutzinstinkt. Diese physischen Merkmale machten sie zu effektiven Beschützern von Viehherden und Wohnstätten.

Sie waren für ihre beeindruckende Größe und Kraft bekannt. Sie hatten kräftige Körper, einen massiven Kopf und einen ausgeprägten Schutzinstinkt. Diese physischen Merkmale machten sie zu effektiven Beschützern von Viehherden und Wohnstätten.

Die Römer wie schon erwähnt, waren ebenfalls bekannt für ihre Verwendung von Schutzhunden. Der römische Molosser, der aus Kreuzungen zwischen lokalen Hunden und importierten Molossern entstand, wurde als Wachhund und Kriegshund eingesetzt. Diese Hunde wurden oft in der Nähe von Villen und Militärlagern gehalten, um Eigentum zu schützen und vor Eindringlingen zu warnen.

Die Präsenz von Molossern in der Antike wird durch künstlerische Darstellungen belegt. Statuen, Mosaiken und andere Artefakte zeigen diese Hunde oft in der Nähe von Menschen oder Herden, was ihre Bedeutung in der damaligen Gesellschaft unterstreicht.

Trotz der Veränderungen in der Zeit und der Entwicklung neuer Hunderassen haben einige moderne Hunderassen ihre Wurzeln in den antiken Molossern. Einige Züchter bemühen sich um die Erhaltung dieser historischen Rasse, um das Erbe und die Eigenschaften der Molosser in der Gegenwart zu bewahren.

Tibetanische Dogge: Die tibetanische Dogge, auch unter dem Namen Do Khyi bekannt, repräsentiert eine faszinierende Verbindung zwischen Schutzhundfunktionen und spiritueller Symbolik in der Antike, insbesondere im Himalaya und Tibet und sind integraler Bestandteil des tibetanischen Kulturerbes. Die Dogge hat eine reiche Geschichte, die bis zu 2000 Jahre zurückreicht.

Die tibetanische Dogge erlangte große Bedeutung in den tibetischen Klöstern, wo sie als Wächter eingesetzt wurden. Die Mönche schätzten ihre Fähigkeiten, Klosteranlagen zu bewachen und vor Eindringlingen zu schützen. Die Hunde wurden oft an strategischen Punkten positioniert, um eine frühzeitige Warnung vor möglichen Bedrohungen zu ermöglichen. Die abgelegenen tibetischen Klöster waren nicht nur menschlichen Bedrohungen ausgesetzt, sondern auch der Gefahr durch wilde Tiere. Die tibetanische Dogge war aufgrund ihrer Größe, Kraft und ihres natürlichen Schutzinstinkts ideal, um nicht nur gegen menschliche Eindringlinge, sondern auch gegen Raubtiere wie Bären und Schneeleoparden zu verteidigen.

Die tibetanische Dogge wurde nicht nur als Arbeitshund betrachtet, sondern auch als spirituelles Symbol. Ihr ruhiges und ausgeglichenes Wesen wurde mit spiritueller Reinheit in Verbindung gebracht. Es wurde angenommen, dass die Präsenz dieser Hunde nicht nur das Kloster vor physischen Bedrohungen schützte, sondern auch eine harmonische und spirituelle Atmosphäre schuf.

Diese Hunderasse zeichnet sich durch ihre beeindruckende Größe, muskulösen Körperbau und ihr dichtes, wetterfestes Fell aus. Ihre natürliche Intelligenz, Loyalität und Unabhängigkeit sind Merkmale, die durch gezielte Zucht über Generationen hinweg kultiviert wurden.

Die tibetanische Dogge ist bis heute eine geschätzte Rasse, nicht nur in Tibet, sondern weltweit. Ihre traditionellen Funktionen als Wachhund und Begleiter haben sich in verschiedenen Teilen der Welt bewährt. Trotz ihrer ursprünglichen Verbindung zu den tibetischen Klöstern sind sie heute auch in privaten Haushalten als treue Familienhunde zu finden.

Ägyptischer Tesem: Im alten Ägypten wurde der Tesem als eine Rasse betrachtet, die für ihre Schutzqualitäten geschätzt wurde. Diese Hunde waren klein bis mittelgroß und wurden als Wachhunde in Häusern und Palästen eingesetzt und galten auch als Begleiter im täglichen Leben. Ihr scharfer Instinkt und ihre Fähigkeit, auf Eindringlinge zu reagieren, machten sie zu effektiven Beschützern. Die ägyptische Gesellschaft, die ihre Häuser und Paläste vor Diebstahl und unerwünschtem Zutritt schützen wollte, schätzte diese Fähigkeiten. Reliefs und Grabmalereien aus der ägyptischen Antike zeigen die Anwesenheit von Tesem-Hunden.

Die Anwesenheit von Tesem-Hunden in Häusern und Palästen zeigt, dass sie nicht nur als funktionale Wächter, sondern auch als Teil der Familie betrachtet wurden. Der Tesem war klein bis mittelgroß und zeichnete sich durch stehende Ohren und eine kurze Rute aus. Reliefs und Grabmalereien aus der ägyptischen Antike zeigen die Anwesenheit von Tesem-Hunden. Diese physischen Merkmale, zeigen bei der Identifizierung dieser Rasse in antiken Darstellungen. Die Auswahl dieser Merkmale könnte auch auf gezielte Zuchtpraktiken hinweisen.

Diese Hunde wurden oft in Begleitung von Menschen dargestellt, sei es in Alltagsszenen oder als Wächter von Toren und Eingängen. Solche künstlerischen Darstellungen dienen als visuelle Beweise für die wichtige Rolle, die Tesem-Hunde in der ägyptischen Gesellschaft spielten.

In einigen Fällen wurden Hunde, einschließlich des Tesem, als Grabbeigaben bestattet. Dies deutet darauf hin, dass Hunde nicht nur im Leben, sondern auch im Jenseits als Begleiter geschätzt wurden. Die ägyptische Vorstellung, dass Hunde die Seelen schützen und begleiten, spiegelt sich in diesen Bestattungspraktiken wider.

In der ägyptischen Mythologie spielt der Hund eine bedeutende Rolle. Anubis, der Gott der Totenriten und der Mumifizierung, wird oft mit einem Hundekopf dargestellt. Diese Darstellung unterstreicht die Verbindung zwischen Hunden und dem Jenseits in der ägyptischen Religion.

Der Tesem und andere antike ägyptische Hunderassen könnten auch einen Einfluss auf moderne Hunderassen haben. Einige Züchter betrachten die historischen Rassen als Inspiration für die Erhaltung bestimmter Merkmale oder Eigenschaften.

Im nächsten Teil unserer Reihe geben wir einen Einblick in die industrielle Revolution und dem Wandel des Hundes zum Haustier.